Falscher Lebenslauf von Abgeordneter Hinz Niemand prüft’s

SPD-Abgeordnete Petra Hinz

Falscher Lebenslauf von Abgeordneter Hinz Niemand prüft’s

Stand: 20.07.2016 17:27 Uhr

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Hinz hat ihren Lebenslauf gefälscht. Gemerkt hat das jahrelang niemand. Wie kann das sein? Recherchen von tagesschau.de ergeben: Das System Bundestag beruht allein auf Vertrauen. Und ernsthafte Konsequenzen müssen Schwindler kaum fürchten.

Von Julia Böhling, tagesschau.de

Wer sich hierzulande auf eine Arbeitsstelle bewirbt, muss in der Regel darlegen und nachweisen, dass er für den Job geeignet ist: Der Arzt muss seine Approbation vorlegen, der Handwerksgeselle sein Ausbildungszeugnis, der Geisteswissenschaftler sein Studienzeugnis. Doch wie ist das bei Bundestagsabgeordneten? Für sie gibt es keine spezielle Ausbildung. In der Regel kann sich jeder, der volljährig und psychisch fit ist, laut Gesetz für ein Bundestagsmandat aufstellen lassen.

Auf den Stimmzetteln werden aber auch die Berufe der Kandidaten angegeben – damit sich die Wähler ein besseres Bild machen können. Später, sollte es der Kandidat tatsächlich in den Bundestag schaffen, wird der berufliche Werdegang auch vom Bundestag veröffentlicht. Doch wer überprüft diese Angaben? Der Fall Petra Hinz, die sich weite Teile ihres Lebenslauf ausgedacht hat, wirft diese Fragen auf. Anders als lange Jahre angegeben, hat sie weder Abitur noch ein abgeschlossenes Jura-Studium.

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